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Schaufliegen in Bendern - Bei traumhaften Bedingungen ein tolles Programm
Wann: 7. Juni 2015
Wo: Modellflugplatz, Bendern
Autor: Liechtensteiner Vaterland

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Modellflugpiloten aus dem deutschsprachigen Raum versammelten sich auf dem Modellflugplatz in Bendern zu einem Schaufliegen. Die schnellsten Modellflieger erreichten 350 km/h, ein echtes Flugzeug bot zudem eine zehnminütige Flugshow.


Kaum zu glauben, aber dieser Helikopter des Typs Bell 429 in den Farben der Air Zermatt ist ein Modell.

Zu bestaunen war gestern auf dem Modellflugplatz in Bendern die ganze Bandbreite an Flugzeugtypen, von kleinen wendigen bis zu grossen kraftstrotzenden. Das Modell von Markus Loböck etwa wiegt 22 Kilo, hat eine Spannweite von zweieinhalb Metern und eine Turbine mit 180 Newton Schub. Sein Flugzeug ist eine der superschnellen, die 350 km/h erreichen.

Konkurrenz für den Storch
Auch Segelflugzeuge gibt es im Modellformat. Ferngesteuerte, motorbetriebene Flugzeuge zogen die Segelflieger hoch in die Luft hinauf, wo sie ausgeklinkt wurden. Acht Flugzeuge zogen so gleichzeitig ihre Kreise, zu ihnen gesellte sich ein (echter) Storch, der mitten unter ihnen seine Kreise zog. Er dürfte sich gewundert haben über so viel Konkurrenz in "seinem" Luftraum.
Viele Besucher nutzten auch die Möglichkeit eines fünfminütigen Helikopterrundflugs, angeboten von der Firma Helikopterservice Triet AG aus Altenrhein.

Die schnellste Mücke der Welt
Im Mittelpunkt standen aber die Modellflugzeuge. "Der geht wie die Hölle", sagte ein Zuschauer, als Lukas Schaltegger seinen kleinen und weniger als ein Kilo leichten Flieger in der Luft die tollsten Sachen vollführen liess. Sein Flugzeug macht das Geräusch einer nervenden Mücke, die mit ihrem sirrenden Klang nächtens das Einschlafen verhindert, nur ist das Flugzeug eben viel lauter und viel, viel schneller als eine Mücke. Etwa 320 km/h erreicht es, kommt auf 30 000 Touren und ist extrem wendig; so wendig, dass die Augen Mühe haben, den in haarsträubendem Tempo vollführten abrupten Richtungswechseln zu folgen. Es sei ein reiner Spassflieger, ein Flugzeugtyp einzig gemacht, um an die Grenzen der Technik und Geschwindigkeit zu gehen.

Taucher ins Kartoffelfeld
Einen Spassflieger steuerte auch der amtierende Europameister Stefan Kaiser. Aber auch einem Europameister kann einmal ein Missgeschick passieren: Seine Maschine schwirrte ab und landete in einem angrenzenden Kartoffelfeld. Stefan Kaiser aber nahm es gelassen: "Das ist wirklich ein Spassflieger. Wir haben ihn so extrem eingestellt, dass es nichts leiden mag, und ich bin beim Fliegen an die Grenzen des Möglichen gegangen. Wir werden den Flieger am Abend im Feld suchen gehen." Und der Platzspeaker meinte zu dieser Szene: "Da ist nichts Schlimmes passiert, den Flieger kann man wieder zusammenkleben."

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Kunstflug vom Feinsten