Stefan Kaiser gewinnt die F3A-Europameisterschaften zu Hause in Liechtenstein

Stefan Kaiser behielt die Nerven und gewann die diesjährigen Europameisterschaften bei uns in Liechtenstein

Ein unfassbarer Stefan Kaiser agierte bei dieser EM absolut am Limit, manchmal sogar etwas darüber. Wie schon in den Vorrunden und im Halbfinal, so auch am Finaltag. Hier galt es, den amtierenden Welt- und Europameister zu enttrohnen. Er selbst setzte sich unter grossen Druck; es war der Schlüssel zum Erfolg, denn am Ende sollte dem 22-Jährigen aus Gamprin dieses Kunststück (verbunden mit dem Gewinn der Europameisterschaft) tatsächlich gelingen. Denn über weite Strecken schöpfte Kaiser sein Talent voll aus. Eine Augenweide waren nicht zuletzt die vier Finalflüge, obwohl: "Im Halbfinale habe ich das noch nicht ganz geschafft", so Kaiser. Im Finale wusste er sich mit der Aufgabe offensichtlich zu steigern.


Stefan Kaiser nach seinem Sieg bei den diesjährigen Europameisterschaften im Motorkunstflug F3A

Entthronter Meister
Im Kampf um den Titel bekam er mit Christophe Paysant Le Roux nämlich einen hochkarätigen Kontrahenten vorgesetzt. Apropos Christophe Paysant Le Roux: Der Titelverteidiger agierte ebenso in toller Form und war wie erwartet eine der schillerndsten Figuren dieser bei uns in Bendern stattfindenden EM. Dieses Mal musste er sich Kaiser aber geschlagen geben: "Die Jungen rücken eben nach. Er hat sich den Gewinn dieser EM auch verdient", so der Franzose danach.

Junioren im Aufwind
In der Juniorenwertungen kämpfen Piloten welche jünger als 18 Jahre sind um den Pokal i.D. Fürstin Marie von und zu Liechtenstein. Gewonnen wurde diese Wertung von Jan Votava aus Tschechien. Sehr knapp dahinter folgte Karl Ernst Overdick jun. aus Deutschland auf dem zweiten und Lukas Dietrich aus Österreich auf dem dritten Rang.

Österreich triumphiert in der Mannschaftswertung
Schillernde Figuren stellte ferner das Team Österreich, denn im Mannschaftsbewerb stachen sie als herausragende Sieger hervor. Die Bilanz: 18 erzielte Rangpunkte, während das zweitplatzierte Team aus der Schweiz 36 Rangpunkte erzielte.
Und Liechtenstein? Wir als Gastgeber konnten im Mannschaftsbewerb leider kein Team stellen, da Stefan Kaiser der einzige einheimische Teilnehmer bei dieser Europameisterschaft sein sollte. Allein dem frischgebackenen Europameister bei seiner Arbeit zuzuschauen, war ein Besuch der Wettkämpfe allemal wert. Auch eine breite Anhängerschar zeigte sich davon begeistert und spendete einige Male Applaus.

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